ZWEI WINZER, EIN ZIEL
Die gemeinsame Geschichte von dem Württemberger VDP-Winzers Markus Heid und Lukas Herrmann beginnt 2018, mit der Übernahme des ehemaligen „Weingut Wilh. Meuschel jr.“, in dem seit 1845 an der Historie des deutschen Weinbaus mitgeschrieben wurde. Aus Ermangelung eines Nachfolgers entschieden sich die Brüder Christian und Johannes Meuschel das traditionsreiche Familienweingut zu verkaufen.
Gepackt von der spannenden Aufgabe, diesen Betrieb von Grund auf neu zu gestalten, setzen die Beiden von Anfang an auf ökologische Bewirtschaftung im Weinberg, und verzichten dort, wie auch im Keller, aus Überzeugung auf alles Unnötige.
Markus Heid: „Wer sieht, wie Reben sich ohne künstliche Ernährung und Dauermedikation entwickeln, wird vom Ökoweinbau überzeugt sein. Der biologische Weinbau liefert uns die besten Voraussetzungen für hochwertige Weine. Ausschlaggebend ist für uns heute mehr denn je der richtige Lesezeitpunkt. Dabei sind für uns längst nicht mehr die Oechsle-Grade, also der möglichst hohe Zuckergehalt entscheiden, sondern vor allem der Geschmack der Trauben. Den kann man nicht einfach messen. Aber nur so entstehen in Zeiten der fortschreitenden Klimaerwärmung auch in heißeren Jahren Weine, die nicht träge und breit, sondern straff, schlank, finessenreich und gut strukturiert sind. Typische Franken eben.“
Die Monopollage des übernommenen Weinguts, der „Kitzinger Wilhelmsberg“, war namensgebend für den neuen Betrieb. Mit den, in Franken traditionellen Rebsorten, Riesling und Silvaner liegt der Schwerpunkt der beiden Winzer klar auf Weißwein. Aber auch rotweintechnisch und vor allem beim Sekt kann man hier sehr Spannende Produkte erwarten.
„Wir haben das gute Gefühl, ein Team zu sein, das in Sachen Wein die gleichen Vorstellungen verfolgt – zwei Partner, die sich in vielerlei Hinsicht ergänzen. In dieser Konstellation schauen wir gemeinsam, was sich wie am besten umsetzen lässt. Und wir hinterfragen einander auch mal kritisch. Gerade das ist fruchtbarer, als wenn die eigenen Ideen alleine vor sich hin gären. Und wir haben zusammen viel vor…“